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10 Jahre online und mobil

Was für ein Jahr: Wolfgang Schüssel wurde Bundeskanzler, Österreich wurde mit Sanktionen bedacht, Hermann Maier Weltcup-Gesamtsieger, George W. Bush wurde US-Präsident, Sturm Graz in der Champions League Gruppensieger in der Zwischenrunde

... und APA-MultiMedia, das damals jüngste Profitcenter der Austria Presse Agentur, wurde erstmals stolz der Öffentlichkeit präsentiert - das Jahr 2000 hatte es wirklich in sich.

Freilich, auf den ersten Blick nimmt sich letzteres Ereignis eher zweitrangig aus, aber immerhin: Der eine Kanzler heißt jetzt Faymann, der andere Präsident Obama; die Sanktionen sind beendet, Maiers Ski-Karriere ist das ebenfalls, und die Champions-League-Endrunde ist derzeit eine weit entfernte Sorge des heimischen Fußballs - APA-MultiMedia hat es hingegen noch immer in sich.

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Ein Tag im Leben von Dominik Mandl, Kameramann bei APA-MultiMedia

Die Content-Unit der APA, die vor zehn Jahren mit kleinen Metall-Robotern und Präsentationsmaterial auf CD-ROM (!) begonnen hatte, weil - so der Verantwortliche damals - "sich das vielschichtige Produktportfolio in traditionellen Verkaufsunterlagen gar nicht mehr darstellen ließ", war keine willkürliche Erfindung. Die Gründungsmitglieder verfügten über einen reichen Erfahrungsschatz, den sie zuvor etwa schon beim Start des APA-Privatradiodienstes, bei orf.at als Proberedaktion innerhalb des ORF oder beim eigenen APA-Nachrichtenportal im Internet aufbauen konnten - wobei die Skala dieser Erfahrungen von "himmelhoch jauchzend" bis "zu Tode betrübt" reichte.

E-uphorie und E-rnüchterung

In einer Phase fast hysterischer Internet-Euphorie gegründet, war APA-MultiMedia im Hype der New Economy mit fast 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Beginn des dritten Jahrtausends in Österreich eine vergleichsweise kleine redaktionelle Einheit. Sie sah sich Hundertschaften an neu - auch aus den eigenen Reihen - rekrutierten Online-Redakteuren von Medienhaus bis Mobilkom gegenüber, die sich gemeinsam als Mitbewerber wie auch als Kunden und Partner leidenschaftlich in die Schlacht um E-Business, E-Commerce und viele weitere Geschäftsideen warfen, solange diese nur irgendwie ein "E" im Vorspann trugen.

Monaten der Begeisterung folgten Monate der Ernüchterung, Sparprogramme und Innovationsschübe wechselten einander mit Restrukturierungen und Expansionswellen ab. Kundinnen und Partner fanden einander binnen Tagen und verschwanden fast ebenso schnell wieder von der Bildfläche, andere blieben teils vom Gründungsjahr weg bis heute treue Freunde und Wegbegleiter. Kein Jahr verging ohne - teilweise aufsehenerregende - Neuheiten, allerdings verging auch keines ohne - zumindest kleinere - Fehlschläge.

Innovationen - Töchter ihrer Zeit

Kooperationsmodelle, wie sie bis damals undenkbar erschienen waren, wurden plötzlich möglich: mit anderen internationalen Nachrichtenagenturen, mit anderen österreichischen Medien, vor allem aber mit anderen Bereichen und Abteilungen innerhalb des Hauses APA. Innovationsprojekte in völlig neuen Dimensionen wurden europaweit initiiert, um Monate, manchmal sogar Jahre später entweder würdelos in tiefen Schubladen abgelegt oder in wirklich zukunftsweisende Produkte verwandelt zu werden oder manchmal, wie etwa im Falle von APA-Video, sogar beides.

Zehn Jahre, zwei Medienkrisen und eine geplatzte Blase später hat sich die Welt der so genannten Neuen Medien gehörig weitergedreht. Höchstwahrscheinlich würden unsere Partnerinnen und Kunden, vor allem aber unsere Kolleginnen und Kollegen recht herzlich lachen, würden wir die Idee einer Produktpräsentation auf CD-ROM erneut verfolgen - obwohl, der darauf enthaltene Josef Broukal als Mr. Spock hat schon das Zeug zur Legende. Auch mit dem Gründungsnamen "MultiMedia" müsste man sich 2010 wahrscheinlich recht lange um einen Innovationspreis anstellen.

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Josef Broukal präsentiert die Leistungen zum Start von APA-MultiMedia - damals auf CD-ROM

Geändert haben sich auch die Fragestellungen nach neuen Geschäftsmodellen, die Erwartungshaltungen zur Finanzierung von Online-Inhalten, die Betrachtung von Social Media, partizipativen Content-Modellen und Bürgerjournalismus sowie letztlich das Präfix: Das allgegenwärtige "E" aus dem Jahr 2000 hat in vielen Fällen einem kleinen "i" Platz gemacht.

Gleich geblieben sind hingegen die Grundpfeiler von APA-MultiMedia und damit jene der gesamten Berichterstattung der österreichischen Nachrichtenagentur. Durch zehn Jahre hindurch konnte der Beweis erbracht werden, dass unabhängige, objektive, ausgewogene und qualitativ hochwertige Nachrichtengebung rund um die Uhr in allen Medienformen, auf allen Plattformen und in allen Formaten ein unschlagbares Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Vorsprung durch Technologie

Freilich werden all diese Inhalte, seit Jahren mit dem nicht unumstrittenen Begriff "Content" beschrieben, technisch anders aufbereitet und vielfach individueller vermarktet als es bei den Basisdiensten der APA der Fall ist womit allerdings auch gleichzeitig eine der zentralen Rollen von APA-MultiMedia beschrieben ist: Rasch auf technologische Innovationen und die Bedürfnisse neuer Märkte reagieren zu können, ohne die zentrale Dienstleistung - den genossenschaftlichen Auftrag zur Erstellung eines Nachrichtendienstes - verbiegen oder gar brechen zu müssen.

Diese rasche, dem Fokus des Kunden folgende Produktentwicklung macht vermutlich das Erfolgsgeheimnis von APA-MultiMedia aus. Schon lange ist die Frage obsolet, ob eine integrierte Redaktion nun eine online-getriebene, eine crossmediale oder eine multimediale sein sollte. Die voll integrierte Redaktion überwindet künftig nicht nur überkommene Barrieren zwischen Abteilungen, Ressorts, Mediengattungen oder Erscheinungsformen, sie kooperiert vielmehr intensiv mit Bereichen wie Informationstechnologie, Produktmanagement, Produktentwicklung, Marketing oder Verkauf.

Erst wenn der Vorbehalt überwunden ist, dass eine gute Geschichte "nur" eine gute Geschichte und nicht auch eine erfolgreiche Dienstleistung, ein gutes Foto "nur" ein gutes Foto und nicht auch ein vielversprechendes Produkt und ein gutes Video nicht "nur" ein gutes Video, sondern auch Träger eines innovativen Markenbegriffs sein kann, erst dann wird redaktionelle Verantwortung wirklich gelebt. APA-MultiMedia bekennt sich zu dieser Verantwortung in der Überzeugung, dass nur so auch die kommenden zehn Jahre durch Qualität und Zuverlässigkeit zu einer guten Geschichte werden.

WIR SIND 10!
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